Rohstoffhandel

Gold, Silber und Rohöl sind nur einige wenige Beispiele für Rohstoffe, die beim Rohstoffhandel eine wichtige Rolle spielen.

Der globale Rohstoffhandel ist ein sehr wichtiger Teil der Weltwirtschaft und vermutlich wichtiger, als es sich ein Großteil der Gesellschaft vorstellen mag. Der Handel mit Rohstoffen sowie deren Preisen betrifft jeden Einzelnen von uns, auch wenn wir kaum Gedanken daran verschwenden.

Wenn Sie lernen mit Rohstoffen zu handeln, können Sie bald hautnah erleben, wie die Rohstoffpreise unseren Alltag beeinflussen. Ein gutes Beispiel dafür, wie uns der Rohstoffhandel beeinflusst, ist der Rohölpreis. Kraftstoffe und gar Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr werden teurer. Selbst Lebensmittelpreise explodieren, wenn der Preis für Getreide in die Höhe schießt. Die Preise für neue Smartphones schnellen in die Höhe, wenn die darin verbauten Metalle teurer gehandelt werden. Die Rohstoffpreise betreffen uns alle, ob wir es glauben oder nicht.

In der Vergangenheit haben Geschäftsfelder wie Aktien und der Devisenhandel hergehalten, um Geld in Nischenmärkten anzulegen. Diese Märkte haben variable Preise, die sich zum eigenen Vorteil ausnutzen lassen. Das gilt auch für den Rohstoffhandel. Investments in Rohstoffpreise können auf verschiedene Weisen erfolgen – etwa mit dem Kauf von Sicherheiten in Form von Future, mit der Preisspekulation anhand von EFTs.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen erklären, wie genau der Rohstoffhandel funktioniert und welche Rohstoffe sich am besten zum Handeln eignen.

Was ist ein Rohstoff?

Laut Duden ist ein Rohstoff ein unverarbeitetes Produkt, das in seiner Reinform verkauft wird. Ein gutes Beispiel hierfür wäre Mehl, das erst noch zu Backwaren verarbeitet wird. Mehl kann in anderen Konstellationen auch als Zwischenprodukt angesehen werden. Metalle sowie Rohöl sind klassische Rohstoffe, die erst noch in Kraftstoffe, Nägel, Schrauben usw. verarbeitet werden müssen. All diese Rohstoffe (und noch viele mehr) sind sehr häufig im Rohstoffhandel anzutreffen.

Die Branche des Rohstoffhandels ist recht groß und breit gefächert. Tagtäglich werden mehrere Milliarden Dollar gehandelt.

Die Rohstoffarten

Es gibt eine Vielzahl an Rohstoffen, sodass sich diese kaum alle aufzählen lassen. Um den Rohstoffhandel möglichst zu vereinfachen, haben wir diese schlicht in vier Hauptkategorien sortiert.

Die vier Klassen der Rohstoffe wären: Metalle (zum Beispiel Gold, Silber oder Platin), Energie (etwa Rohöl oder Erdgas), Nutztiere und Fleisch (Schweinebäuche oder Lebendvieh) und schließlich landwirtschaftliche Erzeugnisse (unter anderem Getreide, Kakao, Reis oder Kaffee).

Einige Rohstoffmärkte haben diese Rohstoffe auch nur in zwei Kategorien eingeteilt: hart und weich. Harte Rohstoffe sind jene, die aus der Erde gewonnen werden (also Metalle oder auch Rohöl). Weiche Rohstoffe sind in diesem Fall alles andere (etwa Baumwolle, Kakao oder Kaffee).

Wie funktioniert der Rohstoffhandel?

Der Rohstoffhandel ist recht schnell erklärt. Ihre Aufgabe besteht schlicht darin, die Preisentwicklung der Rohstoffe vorherzusagen. Doch das geht natürlich nur mit einer umfassenden Analyse der Märkte sowie mit geeigneten Marktstrategien, die selbst erst einmal erlernt werden müssen.

Der Rohstoffhandel bietet Ihnen innerhalb der Finanzwelt einige fantastische Möglichkeiten. Lernen Sie also, wie das System funktioniert und verstehen Sie, welche Faktoren den Markt beeinflussen. Schon befinden Sie sich auf dem richtigen Weg, um selbst bald mit Rohstoffen zu handeln. Der Rohstoffhandel eignet sich sowohl für kurzfristige als auch langfristige Investments.

Wir empfehlen Ihnen, sich mit dem Rohstoffhandel zumindest vertraut zu machen, da dieser ein riesiges Potential für geschäftliche Unterfangen bietet. Das Kaufen und Verkaufen von Rohstoffen ist ein ertragreiches Geschäft – besonders, wenn Sie dies noch mit Aktien verknüpfen, da die Aktienkurse und Rohstoffpreise in der Regel genau umgekehrte Entwicklungen nehmen. Das heißt also, dass Sie auch dann investieren können, wenn die Aktienkurse fallen.

Rohstoffmärkte

Beim Rohstoffhandel kann ein Rohstoffmarkt entweder physisch oder online vorliegen. Hier finden Sie über 50 Märkte, die Sie sich zu Nutze machen können.

Bei mehr als 100 verschiedenen Rohstoffen auf den Rohstoffmärkten hängt die Wahl des passenden Markts sehr davon ab, welche Art des Investments Sie anstreben.

Der Rohstoffhandel lässt sich nur schwer mit anderen Finanzinstrumenten vergleichen, da eine völlig eigene Markt- und Investment-Technologie Anwendung findet. Der Kauf von Rohstoffen erfolgt in Kombination verschiedener Investments. Unten finden Sie eine Liste der häufigsten Trading-Techniken für den Rohstoffhandel.

Futures / Forwards – Futures sind eine sehr beliebte Methode, um den Rohstoffhandel zu ermöglichen. Eine Future ist nichts anderes als eine Vereinbarung beziehungsweise ein Vertrag zwischen dem Verkäufer und dem Käufer, wobei der Käufer (also Sie) Rohstoffe zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft kaufen und diese zu einem festgelegten Preis verkaufen müssen. Futures können zum Kauf aller Rohstoffklassen genutzt werden.
EFTs – EFTs stehen für Exchange Traded Funds und sind eine andere Methode, um in den Rohstoffhandel zu investieren. Die Rohstoff-EFTs verfolgen den Preis eines einzelnen Rohstoffs oder einer Rohstoffgruppe, indem Futures verwendet werden.

Bei ETFs – im Rohstoffhandel werden die Rohstoffe oft in Indexfonds verkauft. Das heißt dieser Fond basiert auf dem Preis einer Reihe an Rohstoffen anstatt auf dem Wert eines einzelnen Rohstoffs.

CFDs – CFDs stehen für Contracts for Difference und sind eine spekulative Form des Rohstoffhandels, bei der Sie jedoch auch eine höhere Gewinnchance haben. Beim CFD kaufen Sie quasi einen Vertrag auf einer zugrundeliegenden Anlage, anstatt diese Anlage direkt zu kaufen.

Alle CFDs verfügen über eine Hebelwirkung. Dies bedeutet Sie können sich selbst mit kleinen Investments große Summen auszahlen lassen. Deshalb handeln die meisten Anleger auf dem Rohstoffmarkt auch mit CFDs. Je höher der Hebel, umso größer auch das Risiko. Das heißt Sie könnten auch eine beachtliche Menge Geld verlieren, sollte es nicht so kommen wie geplant.

Aktien

Wie bereits erwähnt kommt es oft vor, den Rohstoffhandel mit dem Aktienhandel zu verknüpfen. Dies wird sogar wärmstens empfohlen. Viele Trader kaufen Aktien von Unternehmen, die im Rohstoffhandel tätig sind.

Der Anstieg der Aktienkurse geht in der Regel mit dem Verfall der Rohstoffpreise einher. Steigen hingegen die Rohstoffpreise, fallen normalerweise die Aktienkurse.

Daher verkaufen viele Trader ihre Aktien und nutzen dieses Geld, um mit Futures Rohstoffe zu handeln. Anschließend verkaufen sie diese Kontrakte wieder, um Aktien zu kaufen, sobald der Markt sich wieder geändert hat.

In Rohstoffe investieren

Sollten Sie in den Rohstoffmarkt einsteigen wollen, empfehlen wir Ihnen wärmstens, einen Broker zu verwenden. Die meisten hier genannten Broker nutzen wir selbst und können diese daher für den Rohstoffmarkt empfehlen. Bevor Sie jedoch Ihr Konto einrichten, sollten Sie sich überlegen, welche Rohstoffe Sie überhaupt handeln möchten und wer diese bereitstellt. Sie werden so schnell erkennen, welcher Broker am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Falls Sie lieber mit ETFs oder Futures handeln, empfehlen wir Ihnen eToro und dessen umfangreiche Instrumente und Anlagen.

Fazit

Zusammengefasst ist der Rohstoffhandel eine recht diverse und breit gefächerte Art des Investments, bei der Sie auf verschiedene Weisen sowie auf unterschiedlichen Märkten agieren können. Wir von Bullmarketz bevorzugen das Handeln mit Rohstoffen, nutzen jedoch auch viele andere Anlageformen. Auf unserer Website finden Sie auch umfangreiche Informationen zu CFDs.

Das Handeln mit Rohstoffen ist letzten Endes eine persönliche Entscheidung. Investieren Sie in Märkte, mit denen Sie vertraut sind oder die Sie mögen, um das Beste aus Ihren Anlagen herauszuholen.